Die, die fehlen

Jad Vashem-Partnerschulen zu Gast an der Refik

In diesem Jahr durfte die Refik-Veseli-Schule das Treffen der Jad Vashem-Partnerschulen ausrichten. Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Schulen kamen zusammen, um sich über Erinnerungsarbeit und historisch-politische Bildung auszutauschen.

Besonders beeindruckt zeigten sich viele Gäste von einer Installation des Geschichts-Leistungskurses von Frau Okuslak. Die Schülerinnen und Schüler hatten historische Fotografien, Karikaturen und eigene künstlerische Arbeiten zu einer Ausstellung verbunden, die sich über einen ganzen Flur erstreckte und aus zahlreichen miteinander verknüpften Einzelarbeiten bestand.

Für viele Besucherinnen und Besucher wurde dabei eine Arbeit zum emotionalen Mittelpunkt der Ausstellung: Leere Stühle erinnerten an junge Menschen, die nicht mehr da sein können, weil sie von den Nationalsozialisten ermordet wurden. Auf Schildern waren ihre Fotografien zu sehen – ergänzt durch KI-generierte Bilder, die zeigen sollten, wie diese Jugendlichen oder ihre Nachkommen heute aussehen könnten.

Gerade dieser Gedanke berührte viele Menschen tief. Die Gesichter wirkten vertraut und nah, als könnten die Abgebildeten jeden Moment durch den Flur gehen. Gleichzeitig machte die Installation auf eindringliche Weise deutlich, dass diese Leben gewaltsam beendet wurden und für immer unerreichbar bleiben. Einige Gäste waren von dieser Erfahrung so bewegt, dass ihnen die Tränen kamen.

Die Arbeiten des Leistungskurses zeigten eindrucksvoll, wie historische Bildung weit über das Lernen von Fakten hinausgehen kann – nämlich dann, wenn Geschichte nicht nur verstanden, sondern auch fühlbar wird.

Weiterführender Link (optional)

Zur Übersicht